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Deutsche Meisterschaft am Ochsenkopf
17.August 2026Rennbericht Ochsenkopf
Deutsche Meisterschaft am Ochsenkopf. Dieses Mal waren Bero, Marton und Milan am Start. Für Bero war das Rennen am Ochsenkopf sein erstes Rennen überhaupt, er startete in der U17-Kategorie. Da Marton keine Lizenz hat, startete er in der Open Men-Kategorie. Milan startete als Lizenzfahrer in der Elite Men-Kategorie.
Tag 1: Am Vormittag wurden alle Stages des Tages trainiert, erster Eindruck: sehr verblockt, aber schnell, also eine reine Materialschlacht.
Stage 1: Ein oben sehr enger und verblockter Trail, der aber unten sehr schnell und loose wurde. Zuerst startete Marton: „Ich startete kontrolliert in die erste Stage, fuhr jedoch etwas unkonzentriert. Trotz des Trainings verpasste ich eine wichtige Kurve und fuhr ins Flatterband. Zum Glück konnte ich schnell wieder aufs Bike steigen und die Stage locker zu Ende fahren.“ p26 mit einer Zeit von 2:15,90
Bero: „Da es mein erstes Rennen war, startete ich ruhig rein und habe probiert, so sicher wie möglich zu fahren, im unteren Teil konnte ich noch ein wenig Zeit gutmachen.“ p23 mit 3:27,22
Milan: „Im oberen Teil bin ich eher vorsichtig, aber sauber gefahren, unten habe ich es zwar gut laufen gelassen, konnte mich aber scheinbar leider nicht mehr so gut an den Streckenverlauf erinnern und bin in das Flatterband gefahren.“ p55 mit einer Zeit von 2:11,75
Stage 2: Die Downhill-Strecke des Bikeparks am Ochsenkopf, sehr viele roughe Steinfelder, sehr, sehr schneller Mittelpart und Schotter-/Wiesenkurven ins Ziel.
Marton: „Auf diese Strecke freute ich mich viel mehr und startete schnell rein. Durch die Kurven und Steinfelder im oberen Teil konnte ich gut durchgleiten. Im mittleren Teil baute ich immer mehr Speed aus, bis ich einen Bonerlog komplett über die Landung schoss. Danach fuhr ich überlegter, aber trotzdem mit Speed weiter und konnte mit einer Zeit von 4:11,90 den neunten Platz in der Open-Klasse einfahren.“
Bero: „Auf dieser Stage fühlte ich mich wohler und bin auf dem ersten Stück gut durchgekommen, jedoch habe ich ähnlich wie Marton den Bonerlog falsch eingeschätzt, was fast zu einem Sturz führte, dennoch konnte ich die Stage beenden.“ p22 mit 5:37,65 Overall p22
Milan: „Ganz oben im Schotter direkt erstmal weggerutscht und dementsprechend ängstlich bis zum flachen Mittelteil gefahren, dort konnte ich aber durch Treten einiges an Zeit wieder aufholen. Dieses Mal habe ich auch jede Line getroffen, wie ich es mir im Training überlegt hatte.“ p40 mit 4:06,85 Overall p44
Stage 3: Im oberen Teil klassischer Enduro-Trail mit engen Kurven und kleinen Hügeln, unten dann etwas schneller, aber mit einem ordentlichen Schotterweg-Tretstück auf 2/3 derStage.
Marton: „Auf diese Stage freute ich mich ebenfalls. Ich habe die Strecke sehr genossen, hätte jedoch etwas mehr reintreten können. Auf den Wurzelfeldern konnte ich aber ordentlich pushen.“ p9 mit 2:35,35
Bero: „Auf diese Stage habe ich mich schon im Training gefreut. Ich bin gut durchgekommen, nur um unten zu bemerken, dass meine Schaltung kaputtgegangen ist und ich auf einen Gang limitiert war, welcher weder gut zum Hoch- noch Abfahren war.“ p22 mit 3:20,22 Overall p22
Milan: „Stage 3 war meine Lieblings-Stage des Tages. Ich bin oben sauber durchgekommen und habe dann im Tretstück alles gegeben, da ich wusste, wenn ich irgendwo Zeit gewinnen kann, dann beim Treten. Danach konnte ich noch erstaunlich konzentriert Rad fahren und alles ohne grobe Fehler ins Ziel bringen.“ p37 mit 2:30,18 Overall p40
Stage 4: Gleiche Stage wie Stage 1.
Marton: „Da Stage vier dieselbe Stage war wie Stage 1, konnte ich meinen Fahrfehler im Flatterband versuchen zu verbessern. Ich startete rein und wiederholte das Wort „Kurve“ dauerhaft in meinem Kopf. Als ich an der Stelle ankam, bog ich zu früh ein und wieder fast ins Flatterband. Im Endeffekt holte ich dennoch einen vorherigen Fahrer ein und konnte nicht überholen. Am Ende konnte ich die Zeit von Stage 1 dennoch um zwei Sekunden unterbieten.“ p13 mit 2:13,67
Bero: „Den Uphill musste ich aufgrund meiner Schaltung schieben. Während der Abfahrt hatte ich keine Kraft mehr in den Händen, was dafür sorgte, dass ich fast über meinen Lenker gestürzt wäre, ich konnte mich aber fangen und bin die Stage zu Ende gefahren.“ p22 mit 3:43,58 Overall p22
Milan: „Die Stage, die mir am Anfang am wenigsten gefallen hat, mussten wir natürlich direkt zwei Mal fahren. Nachdem Marton ganze zwei Mal in das Flatterband gefahren ist, wollte ich einfach nur nicht das Gleiche tun. Ist mir aber leider nicht ganz gelungen, statt in der altbekannten Kurve bin ich einfach 100 Meter weiter falsch abgebogen. Trotzdem war ich ca. 4 Sekunden schneller als beim ersten Mal.“ p50 mit 2:07,95 Overall p43
Am zweiten Tag lief alles nach dem gleichen Prinzip ab, trainiert wurde am Vortag und Rennen gefahren am Nachmittag.
Stage 5 war ein sehr verblockter Wanderweg, bei dem es oft nicht mal eine gute Line gab und man nur auf das Prinzip Augen zu und durch setzen konnte. Dieses Mal startete Milan als Erster.
„Den ganzen Morgen hatte ich schon Angst vor der Stage, weil mit 50 Sachen Augen zu und durch eigentlich nicht so mein Ding ist. Das Aufpumpen meiner Reifen hat sich auf jeden Fall bewährt und ich konnte fast ohne Fehler und vor allem ohne technischenDefekt die Stage beenden, was auf dieser Stage sicher nicht selbstverständlich war.“ p35 mit 3:15,08 Overall p39
Marton: „Nach einem Crash wartete das halbe Starterfeld vor der Stage, was den Druck natürlich erhöhte. Vor der Stage waren meine Beine komplett weich, in der Stage kam ich jedoch erstaunlicherweise sofort in den Flow, trotz des verblockten Charakters. Dass ichmich ein wenig zurückgehalten habe, um nicht ins Steinfeld zu stürzen, merkte man letztlich aber doch an der Zeit.“ p11 mit 3:25,29
Bero: „Aufgrund des Crashs war die Wartezeit vor der Stage sehr lang, weshalb die Elite-Fahrer vorgelassen wurden, diese waren genau hinter mir, weshalb ich ungefähr 10 Mal überholt wurde. Dennoch bin ich gut durchgekommen und gut in den zweiten Renntag hineingekommen.“ p21 mit 5:46,03 Overall p19
Stage 6 war endlich mal eine richtige Enduro-Stage, im oberen Teil teilweise enge Kurven,kurze Steeps, aber auch schnelle Wurzelfelder. Unten dann ein sehr langer, flacher Trail, derteilweise sogar bergauf ging.
Milan: „Ich wusste, dass mir Stage 6 wegen dem vielen Treten in die Karten spielt. Nachdem ich selbst in Stage 5 schon verhältnismäßig schnell im Vergleich zum Vortag unterwegs war, wusste ich, dass an diesem Tag auf jeden Fall die Möglichkeit besteht, einige Plätze gutzumachen. Mit Abstand die beste Stage des Rennens, obwohl ich im Tretstück 3 Mal kurz vor dem Aufgeben war.“ p29 mit 3:30,09 Overall p36
Marton: „Diese Stage war echt cool. Die oberen Wurzelfelder waren technisch, aber ohne den Flow zu killen. Unten wurde es dann flach und flowig. Ich musste sehr stark mit meinen inneren Dämonen kämpfen, um weiterhin im Stehen zu treten und mich nicht hinzusetzen und rollen zu lassen.“ p9 mit 3:36,85
Bero: „Auf dieser Stage habe ich mich sehr gut gefühlt, der Flow war gut und auf den flachen Stellen konnte ich gut reintreten. Ich bin ohne Komplikationen ins Ziel gekommen.“ p20 mit 5:53,43 Overall p19
Stage 7 war erneut die gleiche Stage wie Stage 5, wurde aber nur von Milan gefahren, da es für die Klassen Open und U17 nur 7 Stages gab.
Milan: „Natürlich musste auch am zweiten Tag die schlimmste Stage zwei Mal gefahren werden, nach höchst illegalem Aufpumpen an der Liftstation (fremde Hilfe) lief aber auf der Stage alles ziemlich perfekt. Bis ich im unteren Drittel auf einmal meinen Lenker losgelassen habe und mich gerade noch so mit einer Hand um eine Schotterkurve retten konnte. Immerhin nicht ganz gestürzt, aber einiges an Zeit verloren.“ p38 mit 3:16,00 Overall p36
Stage 7/8 war erneut die Downhill-Strecke des Bikeparks, also die gleiche Stage wie die 2des Vortages.
Milan: „Auf der letzten Stage wollte ich einfach nur noch sicher ins Ziel kommen und meinen Platz halten, bis auf die vorletzte Kurve hat das auch optimal geklappt. Trotz des kleinen Fehlers konnte ich aber meinen Platz halten und bin mehr als zufrieden mit dem Ergebnis, schließlich bin ich das erste Mal in einem Elite-Starterfeld gestartet und konnte trotzdem im Mittelfeld mithalten.“ p36 mit 4:04,05 Overall p36
Marton: „Die zweite Stage von Tag 1 wurde nochmal gefahren. Ich konnte sie sauber bis zu Ende fahren, bis ich in der letzten Kurve mein Vorderrad verlor und meinen einzigen Sturz des Rennens hatte. Leider kostete dieser ein paar Sekunden, obwohl ich fast schon im Ziel war. Trotzdem war ich glücklich, dass ich das Wochenende ohne größere Stürze oder Fahrfehler zu Ende fahren konnte. Insgesamt wurde ich 10. in der Open-Klasse.“ p14 mit 4:12,59 p10 overall mit 22:31,55
Bero: „Auf dieser Stage konnte ich noch einmal gut Gas geben, bis ich 100 Meter vor dem Ziel in einer Rechtskurve weggerutscht bin, ich konnte aber schnell weiterfahren und das Rennen insgesamt auf dem zwanzigsten Platz beenden.“ p21 mit 5:56,53 Overall p20
Ohne gröbere Verluste an Bike und Mensch also ein gelungenes Wochenende für alle, die dabei waren.
(Bericht: Milan Bürkle)